| Wanderweg: | Dosenmoor bei Neumünster, Schleswig-Holstein |
| Teilstrecke: | komplett |
| Dauer / Streckenlänge: | Rundweg ca. 1,5 Stunden |
| Streckenbeurteilung: | Spaziergang |
| Wasser für den Hund: | Gibt es ausreichend |
| Die Wanderung mit Hund ist | Empfehlenswert |
| Homepages zum Wanderweg: | keine |
| Weiter Informationen zum Wandern mit Hund: |
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Eine kleine, feine Spazierstrecke habe ich kürzlich für uns entdeckt. Sie führt durch das größte zusammenhängende Hochmoor in Schleswig-Holstein, das heute unter Naturschutz steht (Leinenpflicht also wieder mal...). Genau liegt das Moor zwischen Bordesholm und Neumünster-Einfeld. Erreichbar entweder über die A7, Abfahrt Neumünster-Nord, dann Richtung Einfeld am Einfelder See entlang und rechts ab in die Straße \"An der Schanze\" und unter der Bahnunterführung durch. Dort beginnt der Weg durchs Moor. Von Kiel aus über Molfsee, an Flintbek vorbei, durch Bordesholm nach Neumünster. Dort kurz hinterm Ortseingangsschild biegt die Straße \"An der Schanze\" zum Moor ab. Es gibt dort ausreichend Parkmöglichkeiten, auch schattige. Auch mit der Bahn ist das Moor gut zu erreichen. Von Kiel bis nach Neumünster-Einfeld fahren, dann über den Bahnübergang gehen, die erste Stichstraße nach links gehen, am Ende der Straße wieder nach links und dem Weg folgen (etwa 500 Meter, an einem Reiterhof vorbei) bis zum Eingang ins Moor. Es gibt verschiedene Rundwege durch das Moor. Ich stelle hier einen Rundweg vor, der ca. 6,5 km lang ist, einmal längs durch das Moor und dann durch dan Wald am Rande des Moorgebietes wieder zurück zum Parkplatz. Die Wege sind gut ausgeschildert und gut begehbar. Es gibt einen weiteren Rundweg durch das Moor, der allerdings zu einem großen Teil dann an der Hauptstraße wieder zurückführt, was ich nicht so attraktiv finde. Und es gibt die Möglichkeit, den hier vorgestellten Rundweg abzukürzen und so nur kleine Schnupperrunden zu gehen. Alle Wege sind am Eingang des Moores auf einer Tafel gut beschrieben und ausgeschildert. Während des Frühjahrs und Sommers ist das Moor besonders schön. Früh am Morgen ist es traumhaft, wenn Nebelbänke über der stillen Landschaft liegen, die Sonne langsam am Horizont erscheint, die Luft kühl und frisch und manchmal voll seltsamer Geräusche ist. Es blüht allerorten im Moor und man trifft auf seltene Pflanzen und Tiere. Ein Steg mitten durch das Moor bringt den Wanderer hautnah mit der Pflanzenvielfalt in Berührung. Ich habe dort zu Hauf meinen ersten Sonnentau gesehen! Das Moor erstreckt sich zu beiden Seiten des Weges, Wollgras blüht allerorten. Die Landschaft erstreckt sich in die Weite, Gräser wiegen sich im Wind, vereinzelt stehen Bäume - überwiegend Birken - im Moor. Immer wieder gibt es kleine, torfbraune Tümpel und Weiher. Libellen und Falter aller Arten schwirren duch die Lüfte. Und man ist meist allein... Am Ende des Weges durch das Moor wendet man sich nach links (rechts führt der Weg an die Haupstraße) und geht durch den Wald, an Weiden und extensiv bewirtschafteten Wiesen entlang. Wer Glück hat, der bekommt hier neben einer Menge Damwild auch Kraniche zu Gesicht und zu Gehör! Und mit noch mehr Glück Kreuzottern, Ringelnattern, Blindschleichen (die, die ich fand, hatte leider keinen Kopf mehr...). Der Weg endet an einer kleinen Teerstraße, der man nach links an einzelnen Häusern entlang folgt und nach etwa einer Viertelstunde wieder den Parkplatz erreicht. Nach dem Spaziergang empfiehlt sich ein Besuch des Cafés und Restaurants \"Zur Schanze\". Verlässt man den Parkplatz und fährt wieder den Weg, den man gekommen ist, an die Hauptstraße zurück und wendet sich nach links, dann erreicht man nach etwa 100 Metern das Café auf der rechten Seite. Ein hübsches, gepflegtes Fachwerkhaus mit einem schönen Blick über den Einfelder See. Wirklich empfehlenswert! HINWEISE: da das Moor unter Schutz steht, sind Hunde anzuleinen! Nicht nur wegen des Wildes, sondern auch wegen des Moores selbst! Das Hochmoor ist tückisch, wenn man sich nicht auskennt, und nur zu leicht können Hunde (und Menschen!), die gerne auf Streife abseits der Wege gehen, dort einsinken und sich möglicherweise nicht mehr selbst befreien. Vor dem Begehen des Moores außerhalb der offiziellen Wanderwege wird ausdrücklich gewarnt! Unter der Pflanzendecke kann sich tiefes Wasser bzw. schlammiger Grund verbergen! Ab und an liegen Tümpel und Gräben fast direkt am Weg. Hier lasse ich meinen (angeleinten)Hund dann auch mal ein Moorbad nehmen und trinken. Auch im Wald gibt es einen Bach, der für Kühlung innen wie außen sorgt. Dass das Wasser braun ist, deutet nicht auf schlechte Qualität, sondern auf den torfigen Untergrund hin. Eine Karte ist für die Tour nicht erforderlich, da sie gut ausgeschildert ist. Ein Beitrag von Meike |