| Wanderweg: | Rothaarsteig Brilon-Dillenburg, Sauerland |
| Teilstrecke: | komplett |
| Dauer / Streckenlänge: | Wanderung, 10 Tage |
| Streckenbeurteilung: | Wanderung |
| Wasser für den Hund: | Muss mitgenommen werden |
| Die Wanderung mit Hund ist | Empfehlenswert |
| Homepages zum Wanderweg: | www.schmallenberger-sauerland.de www.rothaarsteig.de |
| Weiter Informationen zum Wandern mit Hund: |
| Hallo, mein Name ist Meike und mein hundlicher Begleiter ist ein 4 Jahre alter Bearded Collie Rüde. Ich bin im August 2005 den Rothaarsteig/Sauerland (längere Variante über Fuchskaute) von Unterkunft zu Unterkunft (Hotels, Pensionen)gewandert und hatte nur Tagesgepäck für mich und den Hund dabei. Der Rothaarsteig liegt im Sauerland und erstreckt sich von Brilon im Norden nach Dillenburg im Süden. Die Unterkünfte wurden als Pauschalangebot nach Hundefreundlichkeit von dem Veranstalter Schmallenberger-Sauerland gebucht. Das sonstige Gepäck wurde ebenfalls vom Veranstalter von Unterkunft zu Unterkunft transferiert. Sehr angenehm! In allen Unterkünften war daher auch mein Hund willkommen (in manchen noch mehr als in anderen). Unterkünfte gibt es in verschiedenen Preiskategorien und Ausstattungen. Die Strecke hat eine sehr gute Infrastruktur und die Unterkünfte sind ebenfalls gut (manche sehr, manche ganz...). Im Pauschalpreis inklusiv waren auch Lunchpakete für den Tag. Da gab es genau so große Unterschiede wie zwischen den Unterkünften: manche durfte ich aus Einzelteilen selbst zusammenbauen (nachdem ich erst um Butterbrotpapier fragen mußte und auch kein Getränk bekam), andere waren sehr liebevoll und üppig zusammengestellt und ließen keine Wünsche offen (nebst kleinem Flachmann...). Auf der Wegstrecke passiert man eher selten Dörfer, und wenn ja, gibt es dort selten Einkaufsmöglichkeiten. Futter für den Hund sollte also für alle Tage vorsichtshalber mitgenommen werden (ich hatte Trockenfutter dabei). Da es häufiger durch Naturschutzgebiete und Wälder geht, besteht Leinenpflicht. Darüber hinaus hat NRW ja auch die berühmt-berüchtigte 20/40-Regelung... In den 10 Tagen habe ich - da ich meinen Hund als Nichtjäger und gehorsamen Begleiter kenne - allerdings selten angeleint. Auch von Forstleuten bin ich nie dazu angehalten worden. Niemals gab es deswegen Probleme. Das machte das Wandern sehr angenehm. Aufgrund der Pfade abseits großer Straßen trifft man häufiger auf Wild. Das sollte beachtet werden (mein braver Nelson ließ sich weder von 5m neben ihm aufspringenden Rehen irritieren noch von einem Fuchs, der vor uns über eine Wiese lief...). Die einzelnen Etappen waren zwischen 18 (kürzeste) und 28 km(längste)lang. In der Regel zwischen 20 und 24 km. Das war für uns beide gut zu schaffen, zumal wir auch zu Hause öfter einmal Wanderungen unternehmen. Dennoch zeigten sich bei Nelson am Ende der Tour doch Ausfallerscheinungen, denn er zeigte mir wohl bald jede zweite Bank an, weil er schnell gelernt hat, dass es dort Aus- und Brotzeiten gibt... Wasser gibt es unterwegs zwar reichlich (Flüsse und Quellen), aber halt in unregelmäßigen Abständen. Daher habe ich meist eine kleine Portion Wasser (ca. 1 Liter) als Tagesration mitgenommen (die mein Hund meist verschmähte, weil er Pfützen vorzog....). Die Strecke hat keine besonderen Schwierigkeiten. Es geht mal etwas steiler bergauf oder bergab, aber die Wege sind z.T. gut ausgebaut oder doch zumindest Wald- und Feldwege, aber auch mal schmale Pfade. Es gibt unterwegs öfter Wetterhäuschen, in denen man Pausen machen kann (und die ich während meiner Regentour gerne häufiger angetroffen hätte..). Kleine Leckerlis auf der Strecke: verschiedene Quellen, aus denen man trinken kann. Besonders empfehlenswert die Geschichte atmende und Atmosphäre verbreitende Ilsequelle mit ihrem Heilwasser. Wanderung auf den Kahlen Asten (841 Meter hoch)mit einem weiten Blick über das Land, Heide, Blabeeren, Krüppelbuchen und der Lennequelle. Der Skulpturenweg zwischen Winterberg und Latrop. Und die witzige Hängebrücke, die durch die Baumwipfel führt! Selbst Nelson wagte sich mehrfach über diese schwankende, ca. 40 m lange Konstruktion (ein Heidenspaß, dieses Teil ins Schwingen zu bringen...!) Für den Hund hatte ich zwar ein Notfallset dabei (Wundspray, Pfotenschutz, Notfalltropfen, kleine Apotheke), aber als sich die Strecke als leicht begehbar zeigte, blieb der größte Teil der Apotheke schließlich im Hauptkoffer, der ja transportiert wurde. Nach Ende einer Etappe wurden die Pfoten mit Hirschtalg eingerieben. Ansonsten gab es keine Probleme mit den Pfoten oder der hundlichen und menschlichen Kondition (nur rechtschaffen müde waren wir...). Den Impfpass hatte ich auch für Notfälle eingesteckt, wurde aber nie benötigt. Aber man weiß ja nie... Wichtig fand ich auf jeden Fall Hundekottüten! Besonders, wenn wir in den Ortschaften übernachtet haben. Halte ich einfach für ein Gebot der Höflichkeit und Rücksichtnahme... Die Strecke zwischen Brilon und Dillenburg beträgt rund 160 km. Bei uns wurden es letztlich etwa 210 km, weil wir die etwas längere Route über die Fuchskaute gegangen sind, an unserem "freien Tag" (ja, den gab es und ich ihn mir mit einer schönen Massage versüßt!) auch noch gewandert sind und die Unterkünfte meist etwas unterhalb des Rothaarsteigs lagen. Landschaftlich wurde es nach Süden hin immer reizvoller und Laubwälder lösten allmählich die doch langsam trist wirkenden Nadelplantagen ab. Die Tour ist mit Hund auf alle Fälle lohnenswert! Allerdings waren nicht alle Anbieter flexibel genug, was die Routenplanung anbelangte (einer wollte/konnte nicht mit Hund buchen, ein anderer konnte/wollte seine angebotene Route nicht verlängern; lediglich ein Anbieter sah weder in dem einen noch in dem anderen ein Probem). Ein guter Gehorsam sollte beim Hund auf jeden Fall vorhanden sein, damit die Wanderung für alle ein Genuss wird. Wild und Mitwanderer danken es! Wenn noch Frage sind, versuche ich gerne, sie zu beantworten! Ach ja: ich bin die Tour Anfang August 2005 gegangen. Und bin jetzt so richtig auf den Geschmack längerer Wandertouren mit Hund gekommen! Würde mich da auch über Angebote und Tipps freuen (würde auch gerne mal in Skandinavien wandern)! Lieben Gruß von Meike und Nelson |